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Charterflug buchen: Kosten, Ablauf, Privatjet und Gruppencharter erklärt

KI-generiertes Titelbild zum Thema Charterflug buchen mit stilisiertem Privatjet, Reisenden, Flughafen und grafischen Symbolen für Kosten, Ablauf und Gruppencharter.

Charterflug buchen: Kosten, Ablauf, Privatjet und Gruppencharter erklärt

Wer einen Charterflug buchen möchte, kann damit zwei unterschiedliche Arten von Flugreisen meinen. Bei klassischen Urlaubschartern kauft man einen einzelnen Sitzplatz auf einem Flug, dessen Kapazität beispielsweise von einem Reiseveranstalter angemietet wurde. Bei einem privaten oder gewerblichen Charter wird dagegen ein ganzes Flugzeug exklusiv für eine Person, Familie, Firma oder Gruppe gebucht.

Gerade bei Privat- und Gruppenchartern lässt sich die Reise wesentlich individueller planen als bei einem normalen Linienflug. Abflugort, Ziel, Reisezeit und Flugzeuggröße werden passend zur Anfrage ausgewählt. Der Preis wird deshalb normalerweise nicht über einen festen Tarif berechnet, sondern individuell anhand von Strecke, Flugzeugtyp, Positionierung, Flughafengebühren und Reisedatum kalkuliert.

Charterflug buchen Typische Eigenschaften
Einzelplatz auf touristischem Charterflug Sitzplatz wie bei einem normalen Flug buchbar
Privatjet-Charter gesamtes Flugzeug exklusiv
Gruppencharter komplettes Flugzeug für größere Gruppen
Flugplan abhängig vom Chartermodell individuell oder saisonal
Abflugzeit bei Vollcharter teilweise individuell planbar
Flughäfen deutlich größere Auswahl möglich
Kosten Privatjet je nach Flugzeug häufig mehrere Tausend Euro pro Flugstunde
Kosten Gruppencharter individuell nach Strecke, Flugzeug und Passagierzahl
Empty Leg stark vergünstigter Positionierungsflug möglich
Gepäck abhängig vom gebuchten Flugzeug
Catering je nach Charter individuell planbar
Haustiere bei Privatjet-Chartern häufig einfacher möglich
EU-Fluggastrechte können bei gewerblichen Charterflügen ebenfalls gelten

Was ist ein Charterflug?

Bei einem Charterflug stellt eine Fluggesellschaft ein Flugzeug oder bestimmte Kapazitäten für einen konkreten Auftrag zur Verfügung.

Der Auftraggeber kann beispielsweise sein:

  • ein Reiseveranstalter
  • ein Unternehmen
  • eine Sportmannschaft
  • ein Verein
  • eine Eventagentur
  • eine größere Reisegruppe
  • eine Privatperson

Der entscheidende Unterschied zum Linienflug liegt darin, wer die Flugleistung organisiert.

Bei einem Linienflug veröffentlicht die Airline einen Flugplan und verkauft einzelne Tickets auf eigene Rechnung. Bei einem Charter wird Kapazität dagegen für einen bestimmten Auftraggeber beziehungsweise Reisezweck bereitgestellt.

In der Praxis sind die Grenzen heute teilweise fließend. Viele klassische Ferienfluggesellschaften verkaufen sowohl Plätze auf regulären Flügen als auch Kapazitäten an Reiseveranstalter.

Kann man einen Charterflug als Privatperson buchen?

Ja.

Eine Privatperson kann sowohl einen einzelnen Sitzplatz auf bestimmten Charterverbindungen als auch ein vollständiges Flugzeug buchen.

Das sind allerdings zwei finanziell völlig unterschiedliche Produkte.

Ein einzelner Sitz auf einem touristischen Charterflug kann ähnlich viel oder sogar weniger als ein reguläres Flugticket kosten.

Wer dagegen einen Privatjet oder ein komplettes Verkehrsflugzeug chartert, bezahlt grundsätzlich die Flugleistung des gesamten Flugzeugs und nicht nur einen einzelnen Sitz.

Einzelnen Charterflug buchen

Bei touristischen Charterflügen mieten Reiseveranstalter traditionell komplette Flugzeuge oder größere Sitzplatzkontingente, um ihre Pauschalreisenden zu Urlaubszielen zu transportieren.

Sind nicht sämtliche Plätze über Pauschalreisen verkauft, können einzelne Sitze teilweise als Nur-Flug-Angebot verfügbar sein.

Das betrifft häufig klassische Urlaubsziele wie:

  • Mallorca
  • Kanaren
  • griechische Inseln
  • Türkei
  • Ägypten
  • Portugal
  • Spanien
  • saisonale Ferienziele

Für den Passagier fühlt sich ein solcher Flug heute häufig kaum anders als ein normal gebuchter Ferienflug an.

Wo kann man einen Charterflug buchen?

Das hängt davon ab, welche Art von Charter gesucht wird.

Einzelner Sitzplatz

Einzelne Plätze auf Ferienchartern können beispielsweise über:

  • Reiseveranstalter
  • Reisebüros
  • Flugportale
  • Ferienfluggesellschaften

angeboten werden.

Gesamtes Flugzeug

Wer ein vollständiges Flugzeug benötigt, bucht normalerweise über:

  • Charterbroker
  • spezialisierte Business-Aviation-Anbieter
  • Fluggesellschaften mit Charterabteilung
  • Private-Jet-Operator
  • Gruppencharter-Spezialisten

Ein Broker betreibt nicht zwangsläufig selbst die Flugzeuge, sondern sucht im Markt nach einem geeigneten zugelassenen Betreiber und einer passenden Maschine.

Charterflug buchen: So funktioniert die Anfrage

Bei einem individuellen Charter gibt es normalerweise keinen klassischen Flugpreis, der sofort in einer Suchmaschine angezeigt wird.

Zunächst werden die Eckdaten der Reise übermittelt.

Benötigt werden insbesondere:

  1. Abflugort
  2. Ziel
  3. Reisedatum
  4. gewünschte Abflugzeit
  5. Rückflugdatum
  6. Anzahl der Passagiere
  7. Gepäckmenge
  8. besondere Anforderungen

Anhand dieser Informationen wird geprüft, welche Flugzeuge verfügbar sind und welche Maschine für die Strecke sinnvoll ist.

Anschließend erhält der Kunde ein oder mehrere Angebote.

Welche Angaben braucht man für einen Charterflug?

Je genauer die Anfrage ist, desto genauer kann kalkuliert werden.

Neben Strecke und Datum können beispielsweise relevant sein:

  • Anzahl der Erwachsenen
  • Kinder
  • Kleinkinder
  • großes Gepäck
  • Sportgepäck
  • Haustiere
  • Rollstuhl oder Mobilitätshilfe
  • besonderes Catering
  • gewünschte Kabinenklasse
  • flexible oder feste Abflugzeit
  • bevorzugter Flughafen
  • Rückflug am selben Tag
  • mehrere Zwischenstopps

Bei Gruppenreisen werden teilweise zusätzlich Passagierlisten und besondere Check-in-Anforderungen benötigt.

Privatjet als Charterflug buchen

Ein Privatjet ist wahrscheinlich die bekannteste Form des individuellen Charterfluges.

Dabei wird normalerweise nicht ein Sitzplatz gekauft, sondern das gesamte Flugzeug gebucht.

Das bedeutet: Ob zwei oder sechs Personen mit einem Jet mit sechs Sitzen fliegen, verändert den grundlegenden Charterpreis häufig nur begrenzt.

Deshalb wird ein Privatjet bei mehreren gemeinsam reisenden Personen pro Kopf deutlich günstiger.

Was kostet ein Charterflug mit Privatjet?

Für Privatjets gibt es keinen festen Einheitspreis.

Aktuelle europäische Marktpreise zeigen eine sehr große Spanne. Ein großer Teil normaler Privatjet-Charter bewegt sich ungefähr zwischen 4.000 und 14.000 Euro pro Flugstunde. Kleine Turboprops können darunter liegen, während große Langstreckenjets deutlich darüber kosten können.

Grobe Marktbereiche sehen aktuell ungefähr so aus:

Flugzeugklasse Passagiere ungefähr Typischer Stundenbereich
Turboprop 4 bis 8 ca. 2.000 bis 5.000 €
Very Light Jet 4 bis 6 ca. 4.000 bis 6.500 €
Light Jet 6 bis 8 ca. 4.500 bis 7.500 €
Super Light Jet 8 bis 10 ca. 6.000 bis 10.000 €
Midsize Jet 7 bis 9 ca. 8.000 bis 13.000 €
Super Midsize Jet 8 bis 10 ca. 9.000 bis 15.000 €
Large Jet 8 bis 12 ca. 13.000 bis 18.000 €
Langstreckenjet bis etwa 19 ca. 11.000 bis über 40.000 €

Diese Beträge sind nur Orientierung. Der konkrete Flug kann deutlich günstiger oder teurer ausfallen.

Warum reicht Flugzeit × Stundenpreis nicht aus?

Der reine Stundenpreis des Flugzeugs ist nur ein Bestandteil der Kalkulation.

Zusätzlich können berücksichtigt werden:

  • Positionierungsflüge
  • Landegebühren
  • Handling
  • Crew
  • Übernachtungen der Besatzung
  • Treibstoff
  • Flugsicherungsgebühren
  • Parkkosten
  • Enteisung
  • Flughafenzuschläge
  • Catering
  • internationale Gebühren
  • Passagiersteuern

Viele Broker erstellen deshalb einen Gesamtpreis für den vollständigen Auftrag.

Vor der Buchung sollte klar sein, welche Leistungen bereits im Angebot enthalten sind.

Warum kostet derselbe Charterflug an zwei Tagen unterschiedlich viel?

Der Standort des verfügbaren Flugzeugs spielt eine große Rolle.

Angenommen, ein Jet soll von Frankfurt nach Ibiza fliegen.

Steht die geeignete Maschine bereits in Frankfurt, kann sie unmittelbar den gebuchten Flug durchführen.

Befindet sich das Flugzeug dagegen in Paris, muss es möglicherweise zunächst ohne Passagiere nach Frankfurt fliegen. Auch dieser Positionierungsflug verursacht Kosten.

Deshalb können zwei äußerlich identische Flugzeuge auf derselben Route sehr unterschiedliche Charterpreise haben.

Was ist ein Empty Leg?

Ein Empty Leg ist ein Positionierungsflug, der ohnehin ohne zahlende Passagiere durchgeführt werden müsste.

Beispielsweise fliegt ein Kunde mit einem Privatjet von München nach Mallorca. Die Maschine muss anschließend leer nach Zürich weiter, um den nächsten Kunden abzuholen.

Dieser Leerflug kann als Empty Leg verkauft werden.

Weil der Flug ohnehin stattfinden muss, sind teilweise erhebliche Preisnachlässe möglich.

Wie günstig kann ein Empty Leg sein?

Aktuelle europäische Angebote zeigen teilweise Abschläge von 80 bis 90 Prozent gegenüber einem normalen Privatjet-Charter.

Einzelne kurzfristige Empty Legs für komplette kleine Jets werden zeitweise bereits für Beträge um 1.000 bis 2.000 Euro angeboten.

Das klingt spektakulär, besitzt aber einen entscheidenden Nachteil:

Der Reisende richtet sich nach dem Flugzeug und nicht das Flugzeug nach dem Reisenden.

Route und Zeitpunkt sind weitgehend vorgegeben.

Nachteile eines Empty Legs

Ein Empty Leg eignet sich deshalb nur für sehr flexible Reisende.

Mögliche Nachteile sind:

  • nur bestimmte Strecke
  • kurzfristige Verfügbarkeit
  • kaum zeitliche Flexibilität
  • Änderung möglich
  • Positionierungsflug kann entfallen
  • häufig nur eine Richtung
  • Rückflug muss separat organisiert werden

Wer zwingend an einem bestimmten Tag und zu einer bestimmten Uhrzeit reisen muss, sollte sich nicht ausschließlich auf Empty Legs verlassen.

Charterflug für Gruppen buchen

Ein Charterflug kann besonders interessant werden, wenn sehr viele Personen gemeinsam reisen.

Typische Einsatzgebiete sind:

  • Firmenveranstaltungen
  • Incentive-Reisen
  • Kongresse
  • Hochzeiten
  • Sportvereine
  • Fußballmannschaften
  • Orchester
  • Kreuzfahrtgruppen
  • Messegruppen
  • Filmproduktionen
  • Schul- und Universitätsgruppen

Statt 100 oder 150 Personen auf verschiedene Linienflüge zu verteilen, kann ein vollständiges Verkehrsflugzeug gechartert werden.

Welche Flugzeuge gibt es für Gruppencharter?

Die Auswahl reicht von kleinen Turboprops bis zu großen Langstreckenflugzeugen.

Typische Größenordnungen sind beispielsweise:

Flugzeugkategorie Ungefähre Passagierzahl
Turboprop 20 bis 70
Regionaljet 30 bis 100
kleiner Verkehrsjet 70 bis 130
Boeing 737 / Airbus A320 Klasse ca. 150 bis 190
großes Narrowbody-Flugzeug rund 180 bis 240
Widebody 200 bis über 400

Welches Flugzeug wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt nicht nur von der Gruppengröße ab.

Auch Strecke, Gepäck und Flughafen bestimmen die Auswahl.

Was kostet ein komplettes Passagierflugzeug?

Hier sind pauschale Angaben deutlich schwieriger als beim Privatjet.

Ein Gruppencharter hängt unter anderem ab von:

  • Flugzeugtyp
  • Flugstrecke
  • Passagierzahl
  • Standort des Flugzeugs
  • Saison
  • Flughäfen
  • Treibstoffpreis
  • Standzeiten
  • Crew
  • Handling
  • Catering

Bei einem Verkehrsflugzeug können schnell mehrere Zehntausend Euro pro Strecke entstehen.

Bei großen Gruppen ist deshalb der Preis pro Person wesentlich interessanter als der Gesamtpreis.

Ein 40.000-Euro-Charter mit 150 Passagieren entspricht beispielsweise rechnerisch rund 267 Euro pro Person.

Wann lohnt sich ein Gruppencharter?

Ein Charter muss nicht zwingend günstiger als Linienflüge sein.

Der größte Vorteil liegt häufig in der Logistik.

Angenommen, 160 Mitarbeiter sollen morgens gemeinsam zu einer Veranstaltung fliegen und am Abend zurückkommen.

Auf Linienflügen müssten eventuell:

  • mehrere Fluggesellschaften
  • unterschiedliche Abflugzeiten
  • verschiedene Umsteigeverbindungen

kombiniert werden.

Ein Gruppencharter kann dagegen genau auf den Veranstaltungsplan abgestimmt werden.

Eigene Abflugzeit beim Charterflug

Bei einem echten Vollcharter kann die gewünschte Abflugzeit grundsätzlich Teil der Planung sein.

Völlig frei ist man trotzdem nicht.

Auch Charterflüge benötigen:

  • verfügbare Flughafenslots
  • verfügbare Crew
  • Flughafenkapazität
  • Nachtfluggenehmigungen
  • verfügbare Parkpositionen
  • Lande- und Startfreigaben

Auf stark ausgelasteten Flughäfen kann die gewünschte Uhrzeit deshalb nicht immer exakt umgesetzt werden.

Kleinere Business-Aviation-Flughäfen bieten häufig mehr Flexibilität.

Einer der größten Vorteile: kleinere Flughäfen

Privat- und Gruppencharter sind nicht so stark auf die großen internationalen Drehkreuze angewiesen wie Linienflüge.

Abhängig vom Flugzeug können auch kleinere Regionalflughäfen genutzt werden.

Dadurch kann der Charter näher am eigentlichen Start- oder Zielort beginnen.

Statt beispielsweise zuerst mehrere Stunden zu einem großen Drehkreuz zu fahren, kann möglicherweise ein deutlich näher gelegener Regionalflughafen genutzt werden.

Das spart nicht nur Flugzeit, sondern vor allem Zeit am Boden.

Privatjet oder Business Class?

Bei ein oder zwei Reisenden ist ein normaler Business-Class-Flug wirtschaftlich fast immer erheblich günstiger als ein eigener Privatjet.

Dafür bietet der Privatjet andere Vorteile:

  • individuelle Flugzeiten
  • kleinere Flughäfen
  • kein reguläres Liniennetz erforderlich
  • hohe Privatsphäre
  • gesamte Kabine für die eigene Gruppe
  • häufig kürzere Abfertigungszeiten
  • flexiblere Mitnahme bestimmter Gepäckstücke
  • teilweise einfachere Reise mit Haustieren

Wer hauptsächlich einen komfortablen Sitz, Lounge-Zugang und ein flaches Bett benötigt, kann mit einem Linienflug erheblich günstiger reisen.

Einen Überblick über unterschiedliche Premiumprodukte findest du in unserer Business-Class-Übersicht.

Charterflug oder Business Class: Beispiel

Angenommen, sechs Personen reisen gemeinsam von Deutschland nach Südfrankreich.

Sechs Business-Class-Tickets könnten abhängig von Strecke und Datum mehrere Tausend Euro kosten.

Ein kleiner Privatjet kann trotzdem teurer sein.

Der Preisvergleich verändert sich jedoch, wenn:

  • ein kleinerer Flughafen näher liegt
  • mehrere Geschäftsreisende gemeinsam fliegen
  • Termine am selben Tag stattfinden
  • eine Übernachtung vermieden wird
  • die Gruppe die gesamte Jetkapazität nutzt

Bei Geschäftsreisen kann deshalb auch die eingesparte Arbeits- und Reisezeit wirtschaftlich relevant sein.

Wer zunächst typische Preise regulärer Premiumtickets vergleichen möchte, findet weitere Informationen unter Was kostet Business Class?.

Charterflug oder Linienflug?

Beide Modelle haben unterschiedliche Stärken.

Merkmal Charterflug Linienflug
Flugplan individuell oder bedarfsorientiert fest veröffentlicht
Flughafenauswahl teilweise sehr groß festgelegtes Streckennetz
Ganzes Flugzeug buchbar Ja normalerweise nein
Einzelplatz buchbar teilweise Ja
Flexible Abflugzeit bei Vollcharter weitgehend Nein
Preis pro Person stark von Gruppengröße abhängig individueller Ticketpreis
Umsteigeverbindungen häufig vermeidbar je nach Streckennetz
Privatsphäre bei Vollcharter sehr hoch geteilter Flug
Vielfliegermeilen häufig keine klassischen Airline-Meilen häufig möglich

Für normale Einzelreisen besitzt der Linienflug meist das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.

Charter wird interessant, sobald individuelle Strecken, Zeitplanung oder Gruppengröße wichtiger werden.

Muss ein Charterflug nonstop sein?

Nein.

Ein Charter kann genauso Zwischenlandungen benötigen wie andere Flüge.

Gründe können sein:

  • Reichweite des Flugzeugs
  • Auftanken
  • Einreisebestimmungen
  • Crewwechsel
  • Aufnahme weiterer Passagiere
  • technische Gründe

Bei Privatjets wird jedoch häufig gezielt ein Flugzeug ausgewählt, das die gewünschte Strecke nonstop fliegen kann.

Ein größerer Jet kostet möglicherweise mehr, kann dafür aber eine Zwischenlandung vermeiden.

Kurzstrecke: Turboprop statt Jet?

Ein Jet ist nicht automatisch für jede Strecke die beste Lösung.

Auf kurzen Flügen kann ein Turboprop wirtschaftlicher sein.

Moderne Turboprops können außerdem kleinere Flughäfen mit kürzeren Startbahnen nutzen.

Wer beispielsweise eine kurze europäische Strecke fliegt, kann mit einem Turboprop teilweise ähnlich schnell am Ziel sein wie mit einem Jet, da die reine Reisefluggeschwindigkeit nur einen Teil der gesamten Reisezeit ausmacht.

Dafür sind Jets normalerweise leiser und schneller.

Welcher Privatjet ist für welche Strecke geeignet?

Very Light Jet

Geeignet für kurze Europastrecken und kleine Gruppen.

Typische Belegung:

4 bis 6 Passagiere.

Light Jet

Mehr Kabinenraum und Reichweite.

Typische Belegung:

6 bis 8 Passagiere.

Midsize Jet

Interessant für längere Europaflüge und Reisen in angrenzende Regionen.

Typische Belegung:

7 bis 9 Passagiere.

Super Midsize

Mehr Reichweite und häufig eine höhere Kabine.

Typische Belegung:

8 bis 10 Passagiere.

Large und Long Range Jet

Für Langstrecken und größere Gruppen.

Je nach Flugzeug:

10 bis rund 19 Passagiere.

Modelle dieser Kategorie können auch interkontinentale Strecken nonstop durchführen.

Wie früh muss man einen Charterflug buchen?

Ein Privatjet kann teilweise sehr kurzfristig organisiert werden.

Bei verfügbaren Flugzeugen sind sogar Anfragen am selben Tag möglich.

Das bedeutet allerdings nicht, dass eine Last-Minute-Buchung immer günstiger ist.

Wer früh anfragt, hat normalerweise eine größere Auswahl an:

  • Flugzeugtypen
  • Flughäfen
  • Flugzeiten
  • Betreibern

Bei größeren Gruppenchartern sollte wesentlich früher geplant werden.

Ein komplettes Verkehrsflugzeug benötigt deutlich mehr organisatorischen Vorlauf als ein kleiner Privatjet.

Wie früh sollte ein Gruppencharter geplant werden?

Für Firmenreisen, Veranstaltungen und große Gruppen lohnt sich eine Planung mehrere Monate im Voraus.

Besonders in der Hochsaison sind geeignete Verkehrsflugzeuge stark nachgefragt.

Dazu kommen mögliche Einschränkungen durch:

  • Ferienzeiten
  • Großveranstaltungen
  • Sportereignisse
  • Flughafenslots
  • saisonale Strecken
  • begrenzte Flugzeugverfügbarkeit

Frühzeitige Planung bedeutet deshalb nicht nur Planungssicherheit, sondern kann auch günstigere Angebote ermöglichen.

Wann Charterflug buchen?

Wie bei normalen Flugtickets gibt es keinen perfekten Buchungstag.

Beim Vollcharter hängt der Preis stärker von der Verfügbarkeit geeigneter Flugzeuge ab als von klassischen Tarifklassen.

Deshalb ist insbesondere wichtig, mehrere Optionen vergleichen zu können.

Wer flexible Abflugzeiten oder benachbarte Flughäfen akzeptiert, kann die Kosten teilweise erheblich reduzieren.

Allgemeine Hinweise zur Flugplanung findest du zusätzlich in unserem Ratgeber Wann Business Class Flüge buchen?.

Charterbroker oder direkt beim Betreiber buchen?

Beides ist möglich.

Direkt beim Betreiber

Der Betreiber führt den Flug tatsächlich durch.

Vorteile können sein:

  • direkter Ansprechpartner
  • genaue Kenntnis der eigenen Flotte
  • klare technische Informationen

Der Nachteil ist die begrenzte Auswahl auf die eigene Flotte beziehungsweise verfügbare Partner.

Charterbroker

Ein Broker vergleicht mehrere Betreiber.

Dadurch können unterschiedliche Flugzeugtypen und Positionierungen geprüft werden.

Gerade bei internationalen Reisen kann das sinnvoll sein, weil ein lokal stationiertes Flugzeug möglicherweise wesentlich günstiger ist.

Der Broker sollte jedoch transparent mitteilen, welcher Betreiber den Flug tatsächlich durchführt.

Worauf bei einem Charteranbieter achten?

Bei einem kommerziellen Charterflug sollte nicht ausschließlich nach dem günstigsten Angebot entschieden werden.

Wichtige Punkte sind:

  • ausführendes Luftfahrtunternehmen
  • Zulassung für kommerzielle Passagierbeförderung
  • Versicherungsdeckung
  • Flugzeugtyp
  • Baujahr und Ausstattung
  • Gepäckkapazität
  • vollständiger Gesamtpreis
  • Stornobedingungen
  • Zahlungsbedingungen
  • Ersatzflugzeug bei technischen Problemen
  • erreichbarer Ansprechpartner

Für kommerziellen Luftverkehr benötigen europäische Betreiber eine entsprechende Betriebsgenehmigung beziehungsweise ein Air Operator Certificate, kurz AOC.

Ein seriöser Anbieter sollte die ausführende Airline beziehungsweise den Operator eindeutig nennen können.

Warum ist das AOC wichtig?

Ein Privatflugzeug darf nicht automatisch gewerblich Passagiere gegen Bezahlung transportieren.

Für kommerziellen Luftverkehr gelten zusätzliche regulatorische Anforderungen.

Ein Air Operator Certificate bestätigt, dass der Betreiber für die entsprechenden kommerziellen Luftverkehrsoperationen zugelassen ist.

Das ist besonders wichtig bei vermeintlich extrem günstigen Privatjet-Angeboten.

Der Kunde sollte wissen, wer tatsächlich der ausführende Operator ist.

Charterflug buchen und Gepäck

Beim Privatjet ist die Gepäckfrage besonders wichtig.

Ein kleines Flugzeug kann sechs Sitzplätze besitzen, aber nicht zwangsläufig sechs große Hartschalenkoffer transportieren.

Je kleiner der Jet, desto begrenzter ist häufig der Gepäckraum.

Deshalb sollte bereits bei der Anfrage angegeben werden:

  • Anzahl der Koffer
  • ungefähre Größe
  • Gewicht
  • Sportgepäck
  • Golfbags
  • Skiausrüstung
  • Kinderwagen
  • besondere Gegenstände

Weiche Reisetaschen lassen sich in kleinen Gepäckräumen häufig leichter verstauen als große starre Koffer.

Sportgepäck im Privatjet

Golfbags, Ski oder Fahrräder können den benötigten Flugzeugtyp verändern.

Ein Jet, der hinsichtlich der Passagierzahl völlig ausreichend wäre, kann wegen des Gepäcks zu klein sein.

Deshalb sollte besonderes Gepäck niemals erst kurz vor dem Abflug erwähnt werden.

Bei großen Gegenständen können die Abmessungen der Gepäckraumöffnung wichtiger sein als das reine Gewicht.

Haustiere auf einem Charterflug

Ein Privatjet kann für Reisen mit Hund oder Katze einen deutlichen Vorteil bieten.

Abhängig von Betreiber, Einreisebestimmungen und Flugzeug dürfen Haustiere häufig gemeinsam mit ihren Besitzern in der Kabine reisen.

Bei Linienflügen gelten dagegen je nach Größe und Airline unterschiedliche Regeln für Kabine und Frachtraum.

Trotz Privatflug bleiben allerdings sämtliche Einreisevorschriften bestehen.

Dazu können gehören:

  • Heimtierausweis
  • Mikrochip
  • Tollwutimpfung
  • Gesundheitszeugnisse
  • Einfuhrgenehmigungen

Ein Privatjet umgeht keine staatlichen Einreisebestimmungen.

Reisen mit Kindern im Privatjet

Auch Familien können einen Charter buchen.

Bei Kleinkindern gelten trotzdem luftfahrtrechtliche Sicherheitsvorgaben.

Vor der Buchung sollte angegeben werden:

  • Alter der Kinder
  • Anzahl der Babys
  • gewünschter Kindersitz
  • Kinderwagen
  • zusätzliches Gepäck

Nicht jeder private Flugzeugsitz eignet sich automatisch für jeden Kindersitz.

Der Operator kann vorab klären, welche Lösung zulässig ist.

Wie läuft der Check-in bei einem Privatjet ab?

Einer der größten Komfortunterschiede zum Linienflug liegt häufig bei der Abfertigung.

Privatjets starten an vielen Flughäfen über ein FBO beziehungsweise Business-Aviation-Terminal.

Der Prozess ist häufig deutlich kürzer als im normalen Passagierterminal.

Passagiere benötigen selbstverständlich weiterhin gültige Reisedokumente und müssen die jeweiligen Sicherheits- und Grenzbestimmungen erfüllen.

Eine pauschale Aussage wie „erst zehn Minuten vor Abflug am Flughafen erscheinen“ wäre deshalb zu allgemein. Je nach Flughafen, Land und Route können unterschiedliche Meldezeiten gelten.

Braucht man im Privatjet einen Reisepass?

Die gleichen Einreisebestimmungen gelten wie bei anderen Flugreisen.

Ein Privatjet ist kein Weg, Pass- oder Visaregeln zu umgehen.

Ob Personalausweis oder Reisepass benötigt wird, hängt vom Ziel ab.

Auch Visa, elektronische Reisegenehmigungen und Zollregeln gelten weiterhin.

Der große Unterschied liegt lediglich im individuelleren Abfertigungsprozess.

Gibt es Sicherheitskontrollen beim Privatjet?

Ja.

Wie die Sicherheitskontrolle konkret durchgeführt wird, hängt von Flughafen und Abflugland ab.

Private Aviation bedeutet nicht, dass Sicherheitsvorgaben entfallen.

Die Prozesse können aber deutlich diskreter und schneller stattfinden als im großen Linienflugterminal.

Gibt es Business Class in einem Charterflug?

Das hängt vom Flugzeug ab.

Ein kleiner Privatjet besitzt keine klassischen Economy-, Premium-Economy- und Business-Class-Bereiche. Die gesamte Kabine ist als Premiumprodukt ausgelegt.

Bei einem gecharterten Verkehrsflugzeug kann dagegen eine normale Kabinenkonfiguration vorhanden sein.

Ein A320 oder eine Boeing 737 kann beispielsweise nur Economy besitzen oder über einen Business-Class-Bereich verfügen.

Bei größeren VIP-Airlinern können wiederum sehr hochwertige Kabinen mit Betten, Lounges oder Besprechungsräumen vorhanden sein.

Kann man einen Charterflug mit Business-Class-Sitzen buchen?

Ja.

Bei Gruppenchartern kann gezielt nach einem Flugzeug mit einer bestimmten Kabinenausstattung gesucht werden.

Allerdings reduziert jede zusätzliche Anforderung die Zahl der verfügbaren Maschinen.

Wer beispielsweise benötigt:

  • 100 Business-Class-Sitze
  • bestimmte Lie-flat-Sitze
  • einen bestimmten Flugzeugtyp
  • bestimmte Abflugzeit

hat eine wesentlich kleinere Auswahl als bei einer Anfrage nach einem normalen 180-Sitz-Flugzeug.

Dadurch kann der Charterpreis deutlich steigen.

Catering auf Charterflügen

Das Catering lässt sich bei privaten und gewerblichen Vollchartern häufig individuell planen.

Möglich sind je nach Flugzeug beispielsweise:

  • kalte Snacks
  • Frühstück
  • warme Mahlzeiten
  • vegetarische Menüs
  • vegane Menüs
  • Sondermahlzeiten
  • hochwertige Getränke
  • individuelle Menüs für VIP-Flüge

Nicht jedes kleine Flugzeug besitzt allerdings eine Küche zum Erwärmen aufwendiger Speisen.

Die Möglichkeiten hängen deshalb vom Flugzeug ab.

Kann ein Charterflug individuell gebrandet werden?

Bei Firmen- und Eventchartern ist das möglich.

Je nach Anbieter können beispielsweise individualisiert werden:

  • Kopfstützenbezüge
  • Boardingkarten
  • Gepäckanhänger
  • Menükarten
  • Begrüßungsschilder
  • Kabinendekoration
  • Check-in-Schalter

Eine komplette Außenlackierung des Flugzeugs wäre erheblich aufwendiger und ist für einen einzelnen Charter normalerweise nicht sinnvoll.

Für Incentive- oder Firmenreisen können kleinere Brandingmaßnahmen dagegen relativ einfach umgesetzt werden.

Was passiert bei einem technischen Defekt?

Dieser Punkt sollte vor der Buchung geklärt werden.

Bei einem Linienflug besitzt eine große Airline möglicherweise mehrere Ersatzflugzeuge und ein großes Streckennetz.

Ein kleiner Charteroperator kann deutlich weniger Reserven besitzen.

Ein Broker oder größerer Operator kann im Störungsfall versuchen, ein Ersatzflugzeug zu organisieren.

Ob daraus zusätzliche Kosten entstehen und welche Rechte bestehen, hängt vom Vertrag und vom konkreten Fall ab.

Deshalb sind die Bedingungen für Ersatzbeförderung ein wichtiger Bestandteil eines Chartervertrags.

Kann man einen Charterflug stornieren?

Ja, allerdings gelten die vertraglichen Stornobedingungen.

Bei individuellen Privatjet- und Gruppenchartern können die Bedingungen deutlich strenger sein als bei flexiblen Linienflugtickets.

Je näher der Flugtermin rückt, desto höher kann die Stornogebühr werden.

In bestimmten Fällen kann kurz vor Abflug der gesamte Charterpreis fällig sein.

Vor der Zahlung sollte deshalb geprüft werden:

  • bis wann kostenlos oder günstig storniert werden kann
  • welche Stornogebühren gelten
  • ob Termine geändert werden können
  • was bei Krankheit passiert
  • ob eine Reiseversicherung sinnvoll ist

Sind Charterflüge durch EU-Fluggastrechte geschützt?

Auch Charterflüge können unter die europäischen Fluggastrechte fallen.

Die EU-Fluggastrechte gelten grundsätzlich für Flüge, die vom Anwendungsbereich der EU-Verordnung 261/2004 erfasst werden. Dazu gehören nicht ausschließlich klassische Linienflüge. Auch Flüge innerhalb von Pauschalreisen können grundsätzlich darunter fallen.

Relevant sind insbesondere:

  • Abflugort
  • Zielort
  • ausführende Airline
  • bestätigte Buchung
  • konkrete Art der Beförderung

Bei individuellen Vollchartern können Vertragsstruktur und Umstände komplexer sein. Bei Problemen sollte deshalb zusätzlich der Chartervertrag geprüft werden.

Welche Entschädigung gibt es bei Verspätung?

Wenn die EU-Fluggastrechte im konkreten Fall anwendbar sind, können abhängig von Flugstrecke, Verspätung und Ursache ähnliche Rechte wie bei Linienflügen bestehen.

Dazu können gehören:

  • Betreuung
  • Verpflegung
  • Ersatzbeförderung
  • Erstattung
  • Ausgleichszahlungen

Bei außergewöhnlichen Umständen besteht nicht automatisch ein Anspruch auf eine pauschale Ausgleichszahlung.

Für individuell gecharterte Flugzeuge können darüber hinaus vertragliche Regelungen relevant sein.

Charterflug als Teil einer Pauschalreise

Der klassische touristische Charter kommt besonders häufig in Verbindung mit Pauschalreisen vor.

Dabei werden beispielsweise kombiniert:

Flug + Hotel + Transfer

Der Reisende besitzt dann neben möglichen Fluggastrechten zusätzlich Rechte aus dem Pauschalreiserecht.

Ein Flugproblem kann deshalb gleichzeitig verschiedene rechtliche Ebenen betreffen.

Ansprechpartner können abhängig vom Problem die ausführende Fluggesellschaft und der Reiseveranstalter sein.

Ist Charterflug günstiger als Linienflug?

Nicht automatisch.

Bei einem einzelnen touristischen Sitzplatz kann ein Charterangebot sehr günstig sein.

Bei einem exklusiv gebuchten Privatjet ist es dagegen normalerweise erheblich teurer als ein Linienflugticket.

Ein Vollcharter kann sich wiederum für große Gruppen wirtschaftlich rechnen.

Deshalb muss zunächst geklärt werden, welche Art von Charter überhaupt gemeint ist.

Günstigen Charterflug buchen: 7 wichtige Hebel

Wer ein komplettes Flugzeug chartert, kann die Kosten mit mehreren Faktoren beeinflussen.

  1. Reisedaten flexibel halten.
  2. Abflugzeit flexibel gestalten.
  3. nahegelegene Alternativflughäfen zulassen.
  4. Flugzeuggröße passend zur Gruppe wählen.
  5. Positionierungsflüge vermeiden.
  6. bei Privatjets Empty Legs prüfen.
  7. mehrere geeignete Flugzeuge vergleichen.

Der größte Fehler wäre, einfach das größte oder luxuriöseste verfügbare Flugzeug anzufragen.

Ein Flugzeug sollte zur Strecke und Passagierzahl passen.

Ist Hin- und Rückflug günstiger als zwei Einzelcharter?

Das hängt vom Reiseplan ab.

Kehrt die Gruppe wenige Stunden später zurück, kann dasselbe Flugzeug warten und den Rückflug durchführen.

Bei einem Aufenthalt von mehreren Tagen wäre es unter Umständen unwirtschaftlich, Maschine und Crew am Ziel stehen zu lassen.

Dann kann der Operator das Flugzeug anderweitig einsetzen oder zwei verschiedene Flugzeuge kalkulieren.

Deshalb kann selbst bei derselben Strecke ein Tagesrückflug völlig anders bepreist sein als ein Rückflug eine Woche später.

Was bedeutet Positionierung beim Charter?

Positionierung bezeichnet den Flug, den ein Flugzeug durchführen muss, um zum Startpunkt des eigentlichen Charterfluges zu gelangen oder anschließend zur nächsten Aufgabe weiterzufliegen.

Solche Flüge können einen erheblichen Teil des Preises ausmachen.

Ein guter Charterbroker sucht deshalb möglichst ein Flugzeug, das bereits in der Nähe des Abflugorts steht.

Genau hier kann ein großer Anbieterpool einen Preisvorteil schaffen.

Charterflug buchen für eine Weltreise oder mehrere Stopps

Charterflüge können auch als komplexe Reise geplant werden.

Beispielsweise:

Frankfurt
Dubai
Singapur
Sydney
Los Angeles
Frankfurt

Bei solchen Reisen wird geprüft, ob ein Flugzeug die gesamte Tour begleitet oder ob auf einzelnen Teilstrecken unterschiedliche Maschinen wirtschaftlicher sind.

Zusätzlich müssen Crew-Ruhezeiten, Einreisegenehmigungen, Parkmöglichkeiten und internationale Betriebsrechte berücksichtigt werden.

Für den Reisenden entsteht dafür ein sehr individueller Flugplan.

Charterflug für Geschäftsreisen

Unternehmen nutzen Charter insbesondere, wenn Reisezeit wichtiger als der niedrigste Ticketpreis ist.

Beispiele:

  • mehrere Termine an einem Tag
  • Besuch verschiedener Produktionsstandorte
  • schwer erreichbare Destinationen
  • große Mitarbeitergruppe
  • vertrauliche Reise
  • kurzfristiger Termin
  • Messereise

Bei mehreren Führungskräften können eingesparte Arbeitsstunden in die Wirtschaftlichkeitsrechnung einbezogen werden.

Ein Privatjet ist deshalb nicht ausschließlich ein Luxusprodukt, sondern in bestimmten Geschäftssituationen ein logistisches Werkzeug.

Wann lohnt sich trotzdem ein normaler Business-Class-Flug?

Wenn gute Linienverbindungen existieren und nur wenige Personen reisen, ist Business Class häufig erheblich wirtschaftlicher.

Moderne Langstreckenprodukte bieten:

  • Lounge
  • Priority Check-in
  • Fast Track an vielen Flughäfen
  • Lie-flat-Bett
  • hochwertiges Catering
  • großzügiges Gepäck

Ein Privatjet bietet mehr zeitliche Flexibilität und Privatsphäre, kostet dafür erheblich mehr.

Welche Linienflugprodukte aktuell verfügbar sind, findest du in unserer Übersicht der Business Class verschiedener Airlines.

Checkliste: Charterflug buchen

Vor einer verbindlichen Buchung sollten folgende Punkte geklärt sein:

  1. Wer ist der ausführende Operator?
  2. Welches Flugzeug wird eingesetzt?
  3. Wie viele Passagiere sind zugelassen?
  4. Reicht die Gepäckkapazität?
  5. Ist der Gesamtpreis inklusive aller wesentlichen Gebühren?
  6. Sind Positionierungsflüge enthalten?
  7. Welche Stornobedingungen gelten?
  8. Was passiert bei einem technischen Defekt?
  9. Ist ein Ersatzflugzeug vorgesehen?
  10. Welche Flughäfen werden tatsächlich genutzt?
  11. Welche Check-in-Zeit gilt?
  12. Ist Catering enthalten?
  13. Welche Zahlungsbedingungen gelten?
  14. Welche Einreisebestimmungen gelten?

Gerade bei einem hohen Charterpreis sollte das Angebot nicht nur anhand der Flugzeugbezeichnung verglichen werden.

Häufige Fragen zum Charterflug buchen

Was ist ein Charterflug?

Ein Charterflug ist ein Flug, bei dem ein Flugzeug oder bestimmte Flugkapazitäten für einen bestimmten Auftrag angemietet werden. Auftraggeber können Reiseveranstalter, Unternehmen, Gruppen oder Privatpersonen sein.

Kann man einen Charterflug als Privatperson buchen?

Ja. Privatpersonen können sowohl einzelne Plätze auf bestimmten touristischen Charterflügen als auch ein komplettes Privatflugzeug buchen.

Was kostet ein Charterflug?

Das hängt stark von der Charterart ab. Einzelne touristische Chartertickets können ähnlich viel wie normale Flugtickets kosten. Privatjets liegen häufig bei mehreren Tausend Euro pro Flugstunde. Ein kompletter Gruppencharter mit einem Verkehrsflugzeug kann mehrere Zehntausend Euro kosten.

Was kostet ein Privatjet pro Stunde?

Je nach Kategorie reichen aktuelle Marktpreise grob von etwa 2.000 Euro für kleinere Turboprops bis weit über 20.000 Euro für große Langstreckenjets. Viele typische Privatjet-Charter liegen ungefähr zwischen 4.000 und 14.000 Euro pro Stunde.

Bezahlt man beim Privatjet pro Person?

Normalerweise wird das gesamte Flugzeug gebucht. Der Gesamtpreis wird deshalb durch die Zahl der Reisenden geteilt, wenn man den Preis pro Person berechnen möchte.

Kann man nur einen Platz in einem Privatjet buchen?

Bei klassischen Privatjet-Chartern normalerweise nicht. Es gibt allerdings einzelne Seat-Sharing-Angebote und Empty-Leg-Modelle. Das ist nicht dasselbe wie ein regulärer Vollcharter.

Was ist ein Empty Leg?

Ein Empty Leg ist ein Positionierungsflug, den ein Privatjet ohnehin ohne Passagiere durchführen müsste. Solche Flüge werden teilweise stark vergünstigt angeboten.

Kann ein Empty Leg ausfallen?

Ja. Weil der Flug von der ursprünglichen Positionierung des Flugzeugs abhängt, kann sich die Planung ändern. Empty Legs eignen sich deshalb vor allem für flexible Reisende.

Kann man ein ganzes Flugzeug buchen?

Ja. Vom kleinen Privatjet bis zum großen Verkehrsflugzeug können komplette Maschinen gechartert werden.

Wie viele Personen braucht man für einen Gruppencharter?

Es gibt keine allgemeine Mindestzahl. Wirtschaftlich interessant wird ein großes Verkehrsflugzeug allerdings meist erst bei entsprechend großen Gruppen.

Kann man eine Boeing 737 chartern?

Ja. Flugzeuge der Boeing-737- oder Airbus-A320-Klasse werden regelmäßig für größere Gruppen, Firmenreisen, Sportmannschaften und Veranstaltungen gechartert.

Kann man einen Airbus A330 oder anderes Großraumflugzeug chartern?

Grundsätzlich ja. Auch Widebody-Flugzeuge können für große Gruppen und Langstreckencharter angemietet werden, sofern eine geeignete Maschine verfügbar ist.

Kann ich die Abflugzeit selbst bestimmen?

Bei einem Vollcharter kann eine gewünschte Abflugzeit angefragt werden. Flughafenslots, Crew, Betriebszeiten und andere operative Faktoren können die tatsächliche Zeit jedoch begrenzen.

Kann ein Charterflug von einem kleinen Flughafen starten?

Ja. Einer der Vorteile individueller Charterflüge ist die größere Auswahl möglicher Flughäfen. Ob ein bestimmtes Flugzeug einen Flughafen nutzen kann, hängt unter anderem von Startbahnlänge und Infrastruktur ab.

Ist ein Charterflug günstiger als Business Class?

Bei einem exklusiven Privatjet normalerweise nicht. Für größere Gruppen oder bei besonderen Reiseanforderungen kann ein Charter trotzdem wirtschaftlich sinnvoll sein.

Kann ich einen Charterflug kurzfristig buchen?

Privatjets können teilweise auch sehr kurzfristig organisiert werden. Bei Gruppenchartern mit großen Verkehrsflugzeugen ist eine deutlich frühere Planung empfehlenswert.

Sind Charterflüge sicher?

Kommerzielle Charterflüge unterliegen regulatorischen Anforderungen. In Europa benötigen Betreiber für kommerzielle Luftbeförderung eine entsprechende Zulassung. Bei einer Buchung sollte der tatsächlich ausführende Operator eindeutig genannt werden.

Gelten bei Charterflügen Fluggastrechte?

Charterflüge können vom Anwendungsbereich der europäischen Fluggastrechte erfasst sein. Entscheidend sind unter anderem Abflugort, ausführendes Unternehmen und Buchungssituation.

Gibt es auf Charterflügen Business Class?

Das hängt vom eingesetzten Flugzeug ab. Privatjets haben keine klassische Business-Class-Kabine. Bei gecharterten Verkehrsflugzeugen kann Business Class vorhanden sein.

Kann ich einen Charterflug mit Hund buchen?

Bei Privatjet-Chartern ist die Reise mit Haustieren häufig einfacher als im Linienverkehr. Die Zustimmung des Operators sowie sämtliche Einreise- und Gesundheitsbestimmungen bleiben erforderlich.

Fazit: Charterflug buchen bedeutet mehr als Privatjet fliegen

Wer einen Charterflug buchen möchte, sollte zunächst unterscheiden, ob ein einzelner Sitzplatz auf einem touristischen Charter oder ein komplettes Flugzeug gesucht wird.

Für Urlaubsreisende kann ein einzelner Charterplatz eine günstige Alternative zum normalen Linienflug sein. Bei einem Privatjet steht dagegen die individuelle Reiseplanung im Mittelpunkt. Flugzeiten, Flughäfen und Flugzeugtyp lassen sich wesentlich flexibler an die eigenen Anforderungen anpassen.

Für größere Gruppen entsteht eine dritte interessante Möglichkeit. Firmen, Vereine, Eventgruppen oder Reiseveranstalter können ein komplettes Verkehrsflugzeug chartern und damit einen Flugplan erstellen, der mit normalen Linienverbindungen nicht möglich wäre.

Preislich gibt es deshalb keine einfache Antwort. Ein Privatjet kann einige Tausend Euro pro Stunde kosten, während ein kompletter Verkehrsflugzeugcharter schnell mehrere Zehntausend Euro erreicht. Entscheidend ist bei größeren Gruppen jedoch der Preis pro Person und der logistische Vorteil.

Vor der Buchung sollten insbesondere ausführender Operator, Flugzeugtyp, Gepäckkapazität, Gesamtpreis, Stornobedingungen und Ersatzlösung bei technischen Problemen geprüft werden.

Wer nur mit wenigen Personen auf einer gut angebundenen Strecke reist, ist mit einem regulären Business-Class-Flug meist günstiger unterwegs. Sobald Zeit, Privatsphäre, Gruppengröße oder ein individueller Flugplan entscheidend werden, kann ein Charterflug jedoch die deutlich passendere Lösung sein.

Charterflug oder Business Class unverbindlich anfragen

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