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Rollator im Flugzeug mitnehmen: Kosten, Aufgabe, Handgepäck und wichtige Regeln

KI-generiertes Titelbild zum Thema Rollator im Flugzeug mitnehmen mit stilisiertem Rollator, Koffer, Flughafen und Flugzeug sowie Hinweisen zu Kosten, Aufgabe, Handgepäck und wichtigen Regeln.

Einen Rollator im Flugzeug mitzunehmen ist grundsätzlich problemlos möglich. Ein medizinisch benötigter Rollator gilt als Mobilitätshilfe und wird bei vielen Fluggesellschaften kostenlos zusätzlich zum normalen Freigepäck transportiert. Innerhalb der EU haben Reisende mit eingeschränkter Mobilität grundsätzlich Anspruch darauf, bis zu zwei Mobilitätshilfen kostenlos mitzunehmen. Dazu können neben einem Rollator beispielsweise ein Rollstuhl, Gehstock oder Krücken gehören.

In der Praxis wird ein normaler Rollator meistens nicht während des Fluges in der Kabine verwendet, sondern zusammengeklappt im Frachtraum transportiert. Häufig kann man ihn jedoch bis zum Check-in, Gate oder sogar bis zur Flugzeugtür benutzen. Wie lange der eigene Rollator genutzt werden darf und wo er nach der Landung zurückgegeben wird, hängt vom Flughafen, der Fluggesellschaft und den örtlichen Abläufen ab. Besonders bei elektrischen Rollatoren gelten wegen der Batterie zusätzliche Vorschriften.

Rollator im Flugzeug Regelung
Mitnahme grundsätzlich möglich? Ja
Kosten Als Mobilitätshilfe normalerweise kostenlos
Zusätzlich zum Freigepäck? In der Regel ja
EU-Regelung Bis zu 2 Mobilitätshilfen kostenlos
Vorher anmelden? Sehr empfehlenswert, idealerweise mindestens 48 Stunden vorher
Normaler Rollator Meist zusammengeklappt im Frachtraum
Bis zum Gate nutzbar? Häufig möglich, abhängig von Airline und Flughafen
Handgepäck? Nur wenn Airline, Platz und Sicherheitsvorgaben es erlauben
Ärztliches Attest erforderlich? Für normale EU-Unterstützung grundsätzlich nicht
Elektrischer Rollator Zusätzliche Batterie- und Gefahrgutregeln beachten
Beschriftung sinnvoll? Ja, mit Name und Kontaktdaten
Lose Teile entfernen? Wenn möglich ja
Nach Landung Flugzeugtür oder Sperrgepäck/Gepäckausgabe

Darf man einen Rollator mit ins Flugzeug nehmen?

Ja. Ein Rollator darf grundsätzlich auf Flugreisen mitgenommen werden.

Für Personen mit eingeschränkter Mobilität wird er als Mobilitätshilfe behandelt. Das unterscheidet einen Rollator beispielsweise von einem normalen zusätzlichen Gepäckstück oder Sportgepäck.

Bei Flügen innerhalb beziehungsweise unter den entsprechenden europäischen Fluggastrechten besteht für Menschen mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität Anspruch auf die kostenlose Beförderung von bis zu zwei Mobilitätshilfen. Dazu können beispielsweise Rollator und Rollstuhl oder Rollator und Krücken gehören.

Voraussetzung bleibt, dass die Mobilitätshilfe sicher transportiert werden kann und bei besonderen Geräten keine Gefahrgutvorschriften entgegenstehen.

Kostet ein Rollator im Flugzeug extra?

Ein medizinisch benötigter Rollator kostet normalerweise nichts extra.

Er wird nicht wie ein zusätzlicher Koffer behandelt und sollte dementsprechend auch nicht vom normalen Freigepäck abgezogen werden.

Das gilt beispielsweise bei Lufthansa, Condor, easyJet und zahlreichen weiteren europäischen Fluggesellschaften. Lufthansa erlaubt aktuell bis zu zwei Mobilitätshilfen wie Rollstuhl oder Gehhilfe kostenlos. Condor nennt Rollatoren ausdrücklich als kostenfrei beförderte Mobilitätshilfen.

Damit kann beispielsweise ein Passagier mit einem normalen Koffer und einem Rollator reisen, ohne dass das Gewicht des Rollators vom zulässigen Koffergewicht abgezogen werden sollte.

Gilt die kostenlose Mitnahme auch bei Billigairlines?

Grundsätzlich können auch Passagiere von Low-Cost-Airlines Anspruch auf die kostenlose Beförderung notwendiger Mobilitätshilfen haben.

Ryanair erlaubt Reisenden mit eingeschränkter Mobilität beispielsweise ebenfalls zwei Mobilitätshilfen zusätzlich zu den benötigten medizinischen Geräten. easyJet nennt ausdrücklich Rollstuhl und Rollator als Beispiele für bis zu zwei kostenlos beförderte Mobilitätshilfen.

Ein günstiger Economy-Tarif ohne Aufgabegepäck bedeutet deshalb nicht automatisch, dass für einen medizinisch benötigten Rollator ein zusätzliches Gepäckstück gekauft werden muss.

Entscheidend ist, dass der Gegenstand tatsächlich als Mobilitätshilfe angemeldet und behandelt wird.

Muss man den Rollator vor dem Flug anmelden?

Wir empfehlen eindeutig: Ja.

Innerhalb der EU sollten Passagiere ihren Unterstützungsbedarf und mitgeführte Mobilitätshilfen möglichst mindestens 48 Stunden vor Abflug anmelden.

Das bedeutet nicht zwingend, dass ein nicht angemeldeter normaler Rollator automatisch abgelehnt wird. Die frühzeitige Anmeldung ermöglicht Airline und Flughafen allerdings, den Transport und eventuell benötigte Hilfeleistungen vorzubereiten.

Bei der Anmeldung können je nach Airline folgende Angaben abgefragt werden:

  • Art der Mobilitätshilfe
  • Hersteller
  • Modell
  • Gewicht
  • Länge
  • Breite
  • Höhe
  • zusammengeklappte Maße
  • manuell oder elektrisch
  • Batterietyp bei elektrischen Modellen

Bei einem gewöhnlichen faltbaren Rollator ist die Anmeldung normalerweise wesentlich unkomplizierter als bei einem elektrischen Mobilitätsgerät.

Muss man für einen Rollator ein ärztliches Attest haben?

Für die normale Inanspruchnahme kostenloser Unterstützung wegen eingeschränkter Mobilität kann innerhalb der EU grundsätzlich kein ärztliches Attest verlangt werden.

Eine Person muss also nicht zunächst durch ein ärztliches Schreiben beweisen, dass sie einen Rollator benötigt.

In einzelnen besonderen medizinischen Situationen kann eine Fluggesellschaft zusätzliche Informationen verlangen. Das betrifft jedoch nicht automatisch jeden Reisenden mit Rollator.

Wer einen normalen mechanischen Rollator verwendet und keine weiteren medizinischen Besonderheiten hat, benötigt deshalb normalerweise kein ärztliches Attest allein für dessen Beförderung.

Wird der Rollator als Handgepäck mitgenommen?

Das lässt sich nicht pauschal mit Ja beantworten.

Ein faltbarer Rollator kann zwar sehr kompakt sein, ist aber normalerweise größer als übliches Handgepäck. Zudem müssen sämtliche Gegenstände während Start, Landung und Turbulenzen sicher verstaut werden können.

Deshalb werden Rollatoren häufig im Frachtraum transportiert.

Die europäischen Regeln erlauben zwar grundsätzlich die Beförderung von Mobilitätshilfen, wenn ausreichend Platz vorhanden ist. Das bedeutet aber nicht, dass jeder Rollator unabhängig von seinen Abmessungen zwingend in der Passagierkabine verstaut werden muss.

Die praktische Lösung ist meistens: Rollator bis möglichst nah ans Flugzeug benutzen und anschließend im Frachtraum transportieren lassen.

Kann ich den Rollator bis zum Gate benutzen?

Das ist an vielen Flughäfen möglich.

Bei Mobilitätshilfen gibt es häufig ein Verfahren ähnlich wie bei persönlichen Rollstühlen oder Kinderwagen. Der Gegenstand wird am Check-in registriert beziehungsweise mit einem speziellen Anhänger versehen und erst später vom Bodenpersonal übernommen.

Ob der Rollator tatsächlich bis direkt an die Flugzeugtür verwendet werden darf, hängt vom Flughafen und vom Boardingverfahren ab.

Bei einer Fluggastbrücke ist der Ablauf beispielsweise anders als bei einem Busboarding mit anschließender Flugzeugtreppe.

Deshalb sollte bereits am Check-in ausdrücklich gefragt werden:

„Kann ich meinen Rollator bis zum Gate beziehungsweise bis zur Flugzeugtür benutzen?“

Rollator am Check-in abgeben oder bis zum Flugzeug mitnehmen?

Wenn man ohne den Rollator problemlos längere Strecken am Flughafen laufen kann, kann die Abgabe bereits am Check-in sinnvoll sein.

Für viele Nutzer ist genau das jedoch nicht möglich.

Große Flughäfen wie Frankfurt oder München können erhebliche Laufwege haben. Zwischen Check-in, Sicherheitskontrolle, Passkontrolle und Gate können schnell mehrere hundert Meter oder sogar deutlich längere Wege liegen.

Wer den Rollator benötigt, sollte ihn deshalb nicht vorschnell am Gepäckschalter abgeben. Stattdessen kann beim Check-in geklärt werden, ob er bis zum Gate genutzt und dort übernommen werden kann.

Was passiert an der Sicherheitskontrolle?

Ein normaler Rollator darf bis zur Sicherheitskontrolle verwendet werden.

Das Sicherheitspersonal muss ihn jedoch kontrollieren. Abhängig von Bauform und Flughafen kann er durch entsprechende Kontrolltechnik geführt oder separat untersucht werden.

Wer währenddessen nicht sicher ohne Rollator stehen kann, sollte das Personal darauf hinweisen.

Passagiere mit eingeschränkter Mobilität können am Flughafen zusätzliche Unterstützung erhalten. Diese Hilfe sollte bei Bedarf bereits vor dem Reisetag angemeldet werden.

Kostenlose Hilfe am Flughafen zusätzlich zum Rollator

Wer zwar einen Rollator nutzt, aber die langen Strecken innerhalb eines großen Flughafens nicht bewältigen kann, kann zusätzliche PRM-Unterstützung beantragen.

PRM steht für „Passengers with Reduced Mobility“, also Passagiere mit eingeschränkter Mobilität.

Die Unterstützung kann abhängig vom Bedarf beispielsweise umfassen:

  • Hilfe vom ausgewiesenen Treffpunkt zum Check-in
  • Unterstützung bei der Sicherheitskontrolle
  • Rollstuhlservice
  • Begleitung zum Gate
  • Unterstützung beim Boarding
  • Hilfe beim Einsteigen
  • Unterstützung beim Aussteigen
  • Begleitung zur Gepäckausgabe

Innerhalb der EU ist diese notwendige Assistenz grundsätzlich kostenlos.

Muss man eine Behinderung haben, um Flughafenhilfe zu bekommen?

Nein. Eingeschränkte Mobilität kann unterschiedliche Ursachen haben.

Die europäischen Regelungen nennen ausdrücklich nicht nur Behinderungen. Auch Alter oder andere Faktoren können die Mobilität einer Person einschränken.

Eine ältere Person, die längere Strecken nicht mehr sicher zurücklegen kann und deshalb einen Rollator verwendet, kann daher ebenfalls entsprechende Unterstützung beantragen.

Entscheidend ist der tatsächliche Unterstützungsbedarf.

Welche Rollstuhl-Codes gibt es am Flughafen?

Bei der Anmeldung von Assistenz begegnen Reisenden häufig Abkürzungen wie WCHR, WCHS oder WCHC.

Sie beschreiben, wie viel Hilfe eine Person benötigt.

WCHR

WCHR bedeutet vereinfacht, dass längere Wege am Flughafen nicht selbstständig bewältigt werden können, der Passagier aber Treppen steigen und selbstständig zum Flugzeugsitz gehen kann.

Das kann beispielsweise bei einem Rollatornutzer zutreffen, der grundsätzlich gehen kann, aber für die kilometerlangen Wege eines großen Flughafens Unterstützung benötigt.

WCHS

WCHS bedeutet, dass zusätzlich Treppen problematisch sind.

Das ist beispielsweise relevant, wenn das Flugzeug nicht über eine Fluggastbrücke, sondern über eine Treppe bestiegen werden muss.

WCHC

WCHC ist die umfangreichste Form der Unterstützung. Der Passagier benötigt Hilfe bis zum Sitz im Flugzeug.

Welcher Code richtig ist, sollte nach dem tatsächlichen Mobilitätsbedarf ausgewählt werden.

Rollator bei Lufthansa mitnehmen

Bei Lufthansa dürfen Passagiere aktuell bis zu zwei Mobilitätshilfen wie einen Rollstuhl oder eine Gehhilfe kostenlos mitnehmen.

Lufthansa bittet darum, Mobilitätshilfen vorab anzumelden. Bei größeren beziehungsweise besonderen Hilfsmitteln können Maße, Gewicht und weitere Merkmale erforderlich sein.

Für einen normalen manuellen und faltbaren Rollator ist der Transport wesentlich unkomplizierter als bei einer elektrischen Mobilitätshilfe.

Wer gleichzeitig einen Langstreckenflug plant, findet Informationen zur Kabine und den verschiedenen Sitzprodukten in unserem ausführlichen Ratgeber zur Lufthansa Business Class.

Rollator bei Condor mitnehmen

Condor nennt den Rollator ausdrücklich in den eigenen Bedingungen.

Bis zu zwei manuell betriebene Mobilitätshilfen wie Rollstuhl, Rollator oder Krücken werden kostenlos transportiert.

Condor bittet darum, den Transport möglichst früh und spätestens 48 Stunden vor dem geplanten Abflug anzumelden.

Interessant ist außerdem die Regelung nach der Landung. Wenn es am jeweiligen Flughafen möglich ist, kann die Mobilitätshilfe direkt nach dem Aussteigen zurückgegeben werden. Ist das nicht möglich, erfolgt die Ausgabe über die Gepäckausgabe beziehungsweise das Sperrgepäckband.

Rollator bei easyJet mitnehmen

Auch easyJet erlaubt aktuell die kostenlose Beförderung von bis zu zwei Mobilitätshilfen.

Als Beispiele nennt die Airline ausdrücklich Rollstuhl und Rollator.

Auch hier wird eine Anmeldung mindestens 48 Stunden vor Reiseantritt empfohlen.

Bei elektrischen Mobilitätshilfen müssen zusätzliche Angaben gemacht werden, beispielsweise zu Modell, Abmessungen, Gewicht und Batterietyp.

Rollator bei Ryanair mitnehmen

Ryanair erlaubt Personen mit eingeschränkter Mobilität ebenfalls zwei Mobilitätshilfen kostenlos.

Das normale kostenpflichtige Gepäckmodell von Ryanair sollte deshalb nicht mit den Regeln für medizinisch erforderliche Mobilitätshilfen verwechselt werden.

Auch hier sollten die benötigte Assistenz und besondere Mobilitätshilfen bereits bei beziehungsweise nach der Buchung hinterlegt werden.

Insbesondere bei elektrischen Modellen sind technische Informationen erforderlich.

Rollator bei Emirates mitnehmen

Auch Emirates behandelt Gehhilfen beziehungsweise notwendige Mobilitätsgeräte als besondere Hilfsmittel.

Passagiere mit entsprechenden Einschränkungen können geeignete Gehhilfen zusätzlich befördern lassen.

Bei internationalen Verbindungen außerhalb Europas sollte jedoch immer die konkrete Airline-Regel geprüft werden. Die EU-Regeln gelten schließlich nicht automatisch weltweit für jeden Flug.

Wer Emirates auf einer Langstrecke nutzt, findet weitere Informationen zum Bordprodukt in unserem Überblick zur Emirates Business Class.

Ist die Reiseklasse für den Rollator wichtig?

Normalerweise nicht.

Ein medizinisch benötigter Rollator wird nicht erst durch die Buchung einer teureren Reiseklasse zur kostenlosen Mobilitätshilfe.

Das bedeutet: Auch mit einem günstigen Economy-Ticket kann die kostenlose Beförderung möglich sein.

Business Class kann allerdings andere Vorteile für Personen mit eingeschränkter Mobilität bieten. Größere Sitze, bevorzugtes Boarding, mehr Platz und Lounge-Zugang können eine lange Reise angenehmer machen.

Für die grundsätzliche Beförderung des Rollators ist die Reiseklasse jedoch nicht der entscheidende Punkt.

Wie sollte man einen Rollator für den Flug vorbereiten?

Vor der Reise sollte geprüft werden, wie der Rollator möglichst kompakt und sicher transportiert werden kann.

Bei einem klassischen faltbaren Modell sollten insbesondere lose und empfindliche Teile beachtet werden.

Sinnvoll ist:

  1. Rollator vollständig zusammenklappen.
  2. Korb oder Tasche gegebenenfalls abnehmen.
  3. Lose Teile entfernen oder fixieren.
  4. Bremszüge kontrollieren.
  5. Sitzfläche beziehungsweise Rückenlehne sichern.
  6. Empfindliche Teile gegebenenfalls polstern.
  7. Name und Telefonnummer am Rollator befestigen.
  8. Vor dem Abgeben Fotos vom Zustand machen.

Die Fotos können hilfreich sein, falls die Mobilitätshilfe beschädigt am Ziel ankommt.

Sollte man den Rollator in eine Transporttasche packen?

Eine passende Transporttasche kann sinnvoll sein, ist aber bei einem normalen manuellen Rollator nicht grundsätzlich vorgeschrieben.

Sie schützt unter anderem:

  • Griffe
  • Bremshebel
  • Bremszüge
  • Räder
  • Korb
  • Sitzfläche
  • Lackierung

Gleichzeitig muss das Bodenpersonal erkennen können, wie der Rollator sicher getragen und verladen wird.

Eine vollständig unhandliche Verpackung kann deshalb ebenfalls Nachteile haben.

Ideal ist eine robuste, gut greifbare Rollator-Transporttasche oder eine teilweise Polsterung besonders empfindlicher Komponenten.

Rollator gegen unbeabsichtigtes Aufklappen sichern

Viele faltbare Rollatoren lassen sich nach dem Zusammenklappen verriegeln.

Falls das eigene Modell keine zuverlässige Verriegelung besitzt, sollte geprüft werden, wie es transportsicher fixiert werden kann.

Dabei dürfen Bremszüge und Rahmen nicht beschädigt werden.

Stark klebendes Paketband direkt auf empfindlichen Bauteilen würden wir vermeiden. Wiederverwendbare Gurte oder geeignete Herstellerlösungen sind meist praktischer.

Muss der Korb vom Rollator abgenommen werden?

Wenn der Korb oder die Tasche leicht abnehmbar ist, kann das sinnvoll sein.

Lose Anbauteile können beim Verladen verloren gehen oder beschädigt werden.

Eine textile Rollatortasche lässt sich häufig problemlos zusammenlegen und im normalen Gepäck verstauen.

Auch Stockhalter, Getränkehalter oder nachträglich montierte Zubehörteile sollten überprüft werden.

Je weniger lose Teile am Rollator verbleiben, desto geringer ist das Risiko beim Transport.

Rollator mit Namen und Telefonnummer kennzeichnen

Eine eindeutige Kennzeichnung ist sehr empfehlenswert.

Angebracht werden können beispielsweise:

Name

Mobiltelefonnummer

E-Mail-Adresse

Flugnummer

Auf die vollständige private Wohnadresse kann man verzichten, wenn sie nicht benötigt wird.

Zusätzlich kann ein gut sichtbarer Hinweis wie „Mobilitätshilfe / Mobility Aid“ hilfreich sein.

Vor dem Flug Fotos machen

Dieser einfache Schritt wird häufig vergessen.

Fotografiere den Rollator kurz vor der Abgabe aus mehreren Richtungen. Besonders wichtig sind:

  • Rahmen
  • Räder
  • Bremsen
  • Griffe
  • Sitz
  • bereits vorhandene Kratzer

Sollte die Mobilitätshilfe nach dem Flug beschädigt sein, lässt sich so leichter dokumentieren, dass der Schaden vorher nicht vorhanden war.

Bei hochwertigen Rollatoren kann das besonders sinnvoll sein.

Was passiert mit dem Rollator im Frachtraum?

Wird der Rollator am Check-in oder Gate abgegeben, übernimmt ihn das Bodenpersonal.

Ein faltbarer Rollator wird zusammengeklappt und im Frachtraum verstaut.

Er sollte dabei als Mobilitätshilfe gekennzeichnet sein und entsprechend behandelt werden.

Trotzdem wird der Gegenstand während des Bodenbetriebs transportiert, verladen und wieder ausgeladen. Empfindliche Bremshebel, Kunststoffteile oder Zubehör können daher einem gewissen Beschädigungsrisiko ausgesetzt sein.

Genau deshalb lohnt sich eine gute Vorbereitung.

Wird der Rollator nach der Landung direkt am Flugzeug zurückgegeben?

Das ist möglich, aber nicht garantiert.

An manchen Flughäfen kann eine Mobilitätshilfe nach der Landung direkt an der Flugzeugtür beziehungsweise unmittelbar nach dem Aussteigen bereitgestellt werden.

An anderen Flughäfen wird sie zur normalen Gepäckausgabe oder zum Sperrgepäck gebracht.

Wer ohne den eigenen Rollator nicht sicher vom Flugzeug bis zur Gepäckhalle kommt, sollte deshalb bereits vor dem Flug entsprechende Assistenz anmelden.

Dann kann der Flughafen beispielsweise einen Rollstuhl für den Weg durch das Terminal bereitstellen.

Was tun, wenn der Rollator nicht an der Flugzeugtür wartet?

Zunächst sollte das Bodenpersonal angesprochen werden.

Es kann sein, dass der Rollator bereits zur Sperrgepäckausgabe gebracht wurde.

Wer nicht ohne Mobilitätshilfe weitergehen kann, sollte keinesfalls versuchen, lange Wege alleine zurückzulegen. Das Personal kann eine alternative Unterstützung organisieren.

Deshalb ist es sinnvoll, den Unterstützungsbedarf nicht erst nach der Landung zu erklären.

Was tun, wenn der Rollator beschädigt wurde?

Schäden sollten sofort am Flughafen gemeldet werden.

Gehe nicht einfach nach Hause und melde den Schaden erst mehrere Tage später, wenn dies vermeidbar ist.

Hilfreich sind:

  • Fotos vor dem Flug
  • Fotos des Schadens
  • Gepäckanhänger
  • Boardingpass
  • Buchungsbestätigung
  • Kaufbeleg, sofern vorhanden
  • Modellbezeichnung
  • Kostenvoranschlag für Reparatur

Bei Mobilitätshilfen ist eine schnelle Lösung besonders wichtig, da der Gegenstand im Alltag benötigt wird.

Die europäischen Regelungen sehen bei beschädigten oder verloren gegangenen Mobilitätshilfen außerdem einen vorübergehenden Ersatz vor, wobei dieser nicht zwingend identisch mit dem eigenen Modell sein muss.

Kann ein Rollator verloren gehen?

Wie jedes im Frachtraum transportierte Gepäck kann theoretisch auch eine Mobilitätshilfe fehlgeleitet werden.

Das sollte bei entsprechend gekennzeichneten Mobilitätshilfen zwar nicht der Normalfall sein, vollständig ausschließen lässt es sich jedoch nicht.

Eine gut sichtbare Kennzeichnung mit Kontaktdaten ist deshalb sinnvoll.

Ein kleiner Bluetooth-Tracker kann ebenfalls bei der eigenen Orientierung helfen, sofern er den jeweils geltenden Gepäck- und Batterieregeln entspricht. Er ersetzt jedoch keine offizielle Verlustmeldung bei Airline oder Flughafen.

Elektrischen Rollator im Flugzeug mitnehmen

Bei einem elektrischen Rollator beziehungsweise einer elektrischen Mobilitätshilfe wird das Thema deutlich komplexer.

Das Problem ist nicht der Rollator selbst, sondern die Batterie.

Je nach Modell können verwendet werden:

  • Lithium-Ionen-Akkus
  • Gelbatterien
  • Trockenbatterien
  • andere auslaufsichere Batterien

Für die verschiedenen Batterietypen gelten unterschiedliche Sicherheitsregeln.

Ein elektrischer Rollator sollte deshalb niemals unangemeldet zum Flughafen mitgebracht werden.

Lithium-Akku beim elektrischen Rollator

Bei Mobilitätshilfen mit Lithiumbatterien spielen insbesondere folgende Punkte eine Rolle:

  • Ist die Batterie fest eingebaut?
  • Ist sie entnehmbar?
  • Wie hoch ist die Wattstunden-Angabe?
  • Wie wird das Gerät vollständig deaktiviert?
  • Wie werden Kontakte gegen Kurzschluss geschützt?
  • Muss der Akku in der Kabine transportiert werden?

Bei entnehmbaren Lithiumbatterien können beispielsweise Grenzwerte von 300 Wh beziehungsweise bei bestimmten Konfigurationen zweimal 160 Wh relevant sein.

Diese Regeln unterscheiden sich teilweise von den normalen Vorschriften für Laptop- oder Powerbank-Akkus, weil für medizinische Mobilitätshilfen besondere Bestimmungen bestehen.

Die Airline muss deshalb vorab informiert werden.

Wattstunden des Akkus herausfinden

Die Kapazität sollte auf dem Akku oder in der Bedienungsanleitung stehen.

Gesucht wird die Angabe:

Wh

also Wattstunden.

Falls nur Spannung und Amperestunden angegeben sind, lässt sich die Wattstundenzahl berechnen:

Volt × Amperestunden = Wattstunden

Beispiel:

24 Volt × 10 Ah = 240 Wh

Bei elektrischen Mobilitätshilfen sollte trotzdem nicht allein anhand einer eigenen Rechnung entschieden werden, ob der Akku zugelassen ist. Die technische Freigabe sollte vor dem Flug mit der Airline geklärt werden.

Bedienungsanleitung beim elektrischen Rollator mitnehmen

Bei einer elektrischen Mobilitätshilfe ist eine Bedienungsanleitung oder ein technisches Datenblatt sehr empfehlenswert.

Daraus sollten insbesondere hervorgehen:

  • Batterietyp
  • Kapazität
  • Spannung
  • Wattstunden
  • Ein- und Ausbau der Batterie
  • vollständige Deaktivierung
  • Transportstellung
  • Maße und Gewicht

Das Bodenpersonal muss gegebenenfalls nachvollziehen können, wie das Gerät sicher für den Flug vorbereitet wird.

Eine kurze verständliche Anleitung kann Verzögerungen am Flughafen verhindern.

Können Airlines einen elektrischen Rollator ablehnen?

In bestimmten Fällen ja.

Ein Transport kann insbesondere problematisch sein, wenn:

  • Gefahrgutvorschriften nicht erfüllt werden
  • Batteriedaten unbekannt sind
  • die Batterie nicht sicher deaktiviert werden kann
  • das Gerät die Laderaumtür nicht passiert
  • eine sichere Verladung nicht möglich ist

Deshalb ist die frühzeitige Anmeldung hier wesentlich wichtiger als bei einem einfachen manuellen Rollator.

Die IATA hat für batteriebetriebene Mobilitätshilfen umfangreiche Sicherheitsanforderungen entwickelt, an denen sich Fluggesellschaften orientieren.

Manueller Rollator ist wesentlich einfacher

Wer einen klassischen Rollator ohne Motor und Batterie verwendet, muss sich um diese Gefahrgutregeln nicht kümmern.

Hier geht es hauptsächlich um:

  • Anmeldung
  • kostenlose Beförderung
  • Abgabeort
  • Transport
  • Schutz vor Beschädigung
  • Rückgabe am Ziel

Genau deshalb sollte bei der Buchung klar angegeben werden, dass es sich um einen manuellen faltbaren Rollator handelt.

Damit lassen sich unnötige Rückfragen zur Batterie vermeiden.

Kann man Rollator und Rollstuhl gleichzeitig mitnehmen?

Innerhalb der europäischen Regelungen können bis zu zwei Mobilitätshilfen kostenlos befördert werden.

Das kann beispielsweise bedeuten:

1 Rollator + 1 Rollstuhl

oder

1 Rollator + Krücken

Voraussetzung bleiben ausreichend Platz und die jeweiligen Sicherheitsbestimmungen.

Beide Hilfsmittel sollten vorher angemeldet werden, damit die Airline die Verladung einplanen kann.

Zählt ein Gehstock zusätzlich zum Rollator?

Auch ein Gehstock kann eine Mobilitätshilfe sein.

Wie die Kombination konkret behandelt wird, sollte bei mehr als einem Hilfsmittel bereits während der Anmeldung angegeben werden.

Condor nennt beispielsweise Rollatoren, Rollstühle und Krücken ausdrücklich als manuelle Mobilitätshilfen.

Wer Rollator und weitere Hilfen benötigt, sollte also nicht versuchen, sie als normales Handgepäck zu verstecken, sondern sie korrekt als Mobilitätshilfen anmelden.

Was ist mit Medikamenten im Rollator?

Medikamente sollten grundsätzlich nicht in einer Rollatortasche verbleiben, wenn der Rollator im Frachtraum transportiert wird.

Wichtige Medikamente gehören ins Handgepäck.

Das gilt insbesondere für Medikamente, die:

  • während des Fluges benötigt werden
  • zeitkritisch eingenommen werden
  • temperaturempfindlich sind
  • im Aufgabegepäck nicht verloren gehen dürfen

Auch medizinische Dokumente sollten im persönlichen Handgepäck bleiben.

Wertsachen aus der Rollatortasche nehmen

Vor der Abgabe des Rollators sollten sämtliche Wertsachen entfernt werden.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Geldbörse
  • Smartphone
  • Schlüssel
  • Medikamente
  • Ausweise
  • Reisepass
  • Brille
  • Hörgeräte
  • elektronische Geräte

Die Rollatortasche sollte beim Transport möglichst leer sein.

So sinkt sowohl das Verlust- als auch das Beschädigungsrisiko.

Rollator und Reise zum Flughafen

Bei der Reiseplanung sollte nicht nur der eigentliche Flug berücksichtigt werden.

Auch der Weg vom Bahnhof oder Parkplatz zum Terminal kann für Menschen mit eingeschränkter Mobilität lang sein.

Wer Lufthansa ab Frankfurt nutzt und mit der Bahn anreist, kann sich deshalb bereits vorab mit der Bahnverbindung und den verschiedenen Angeboten beschäftigen. Unser Ratgeber Rail and Fly Lufthansa erklärt den Unterschied zwischen Rail&Fly und Lufthansa Express Rail.

Bei sehr frühen Flügen kann außerdem eine Übernachtung in Flughafennähe sinnvoll sein.

Wie früh sollte man mit Rollator am Flughafen sein?

Mit angemeldeter Mobilitätshilfe würden wir mehr Zeit als bei einer völlig unkomplizierten Reise einplanen.

Der zusätzliche Zeitbedarf kann entstehen durch:

  • Anmeldung am Schalter
  • Kennzeichnung des Rollators
  • Sicherheitskontrolle
  • Assistenzservice
  • längere Wege
  • bevorzugtes beziehungsweise begleitetes Boarding

Bei einem Langstreckenflug sind drei Stunden vor Abflug häufig ein sinnvoller Ausgangspunkt.

Bei Kurzstrecken können zwei Stunden ausreichend sein, sofern die Airline nichts anderes vorgibt.

Wer umfangreiche Unterstützung benötigt, sollte die für den konkreten Flughafen und die Airline angegebenen Meldezeiten beachten.

Boarding mit Rollator

Personen mit eingeschränkter Mobilität werden häufig frühzeitig beziehungsweise im Rahmen eines speziellen Preboardings an Bord gebracht.

Das hat einen praktischen Grund.

Noch bevor der Hauptstrom der Passagiere einsteigt, bleibt mehr Platz und Zeit, um sicher zum Sitz zu gelangen und die Mobilitätshilfe zu übernehmen.

Wer Unterstützung benötigt, sollte deshalb rechtzeitig am Gate sein und nicht erst kurz vor Ende des Boardings erscheinen.

Das gilt besonders bei Außenpositionen mit Bus und Flugzeugtreppe.

Was passiert mit dem Rollator bei einer Flugzeugtreppe?

Bei einem Boarding über eine Treppe kann der Rollator nicht einfach während des Aufstiegs weiterverwendet werden.

Wer Treppen selbstständig bewältigen kann, kann ihn bis zum entsprechenden Übergabepunkt nutzen und anschließend die Treppe hinaufgehen.

Kann der Passagier keine Treppen steigen, muss dies bereits bei der Anmeldung der Flughafenassistenz berücksichtigt werden.

Dann können je nach Flughafen beispielsweise Hubfahrzeuge oder andere geeignete Boardinghilfen eingesetzt werden.

Genau dafür ist die korrekte Auswahl des Unterstützungsbedarfs wichtig.

Sitzplatz mit Rollator: Was sollte man beachten?

Der Rollator selbst steht während des Fluges normalerweise nicht neben dem Sitz.

Bei der Sitzwahl sollte deshalb eher die persönliche Beweglichkeit berücksichtigt werden.

Ein Gangplatz kann sinnvoll sein, wenn häufig aufgestanden werden muss. Ein Fensterplatz bietet dagegen mehr Ruhe, erfordert aber den Weg an anderen Passagieren vorbei.

Notausgangsplätze können für Passagiere mit bestimmten Mobilitätseinschränkungen aus Sicherheitsgründen ausgeschlossen sein.

Wer besonders viel Platz oder einen vollständig flachen Sitz benötigt, kann auch unterschiedliche Business-Class-Sitze verschiedener Airlines vergleichen.

Rollator auf einem Umsteigeflug

Bei einer Reise mit Umstieg sollte vorab geklärt werden, wann der Rollator wieder zur Verfügung steht.

Mögliche Varianten sind:

  1. Rollator wird am Umsteigeflughafen zurückgegeben.
  2. Rollator wird bis zum Endziel durchgeladen.
  3. Flughafen stellt während des Transfers eine andere Mobilitätshilfe beziehungsweise Assistenz bereit.

Die sinnvollste Variante hängt vom Flughafen, der Fluggesellschaft und dem individuellen Bedarf ab.

Wer seinen eigenen Rollator zwingend während des Transfers benötigt, sollte dies bei der Anmeldung ausdrücklich angeben.

Umsteigen in Frankfurt oder München mit Rollator

Große Drehkreuze können lange Wege zwischen zwei Gates haben.

Das gilt insbesondere, wenn zusätzlich:

  • Terminalbereiche gewechselt werden
  • Passkontrollen erforderlich sind
  • Sicherheitskontrollen erneut durchlaufen werden müssen
  • Busboarding eingesetzt wird

Wer solche Strecken nicht sicher bewältigen kann, sollte Flughafenassistenz anmelden.

Die Assistenz kann auch dann sinnvoll sein, wenn der eigene Rollator grundsätzlich dabei ist.

Rollator im Urlaub: Was vor dem Rückflug beachten?

Auch der Rückflug sollte bereits vor der Abreise organisiert sein.

Bei einer Hin- und Rückreise mit derselben Fluggesellschaft kann eine einmal angemeldete Hilfeleistung teilweise für beide Richtungen hinterlegt werden. Trotzdem sollte die Buchung überprüft werden.

Vor dem Rückflug sollte außerdem kontrolliert werden, ob der Rollator während des Urlaubs beschädigt wurde und weiterhin problemlos faltbar ist.

Bei einem elektrischen Modell sollte der Akku ausreichend geladen, aber entsprechend den Transportregeln vorbereitet sein.

Checkliste: Rollator im Flugzeug mitnehmen

Vor der Reise solltest du folgende Punkte erledigen:

  1. Rollator bei der Airline anmelden.
  2. Am besten mindestens 48 Stunden vor Abflug.
  3. Maße und Gewicht notieren.
  4. Bei elektrischem Rollator Batteriedaten bereithalten.
  5. Klappmechanismus prüfen.
  6. Lose Zubehörteile entfernen.
  7. Rollator mit Namen und Telefonnummer kennzeichnen.
  8. Vor der Abgabe Fotos machen.
  9. Wertsachen und Medikamente aus der Rollatortasche nehmen.
  10. Am Check-in fragen, ob der Rollator bis zum Gate benutzt werden darf.
  11. Klären, wo er nach der Landung zurückgegeben wird.
  12. Bei Bedarf zusätzlich Flughafenassistenz anmelden.

Damit lassen sich die häufigsten Probleme bereits vor der Reise vermeiden.

Häufige Fragen zum Rollator im Flugzeug

Darf man einen Rollator im Flugzeug mitnehmen?

Ja. Ein medizinisch benötigter Rollator kann grundsätzlich als Mobilitätshilfe mitgenommen werden.

Kostet ein Rollator beim Fliegen extra?

Normalerweise nein. Bei europäischen Flugreisen können Personen mit eingeschränkter Mobilität bis zu zwei Mobilitätshilfen kostenlos mitnehmen, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.

Zählt ein Rollator zum Freigepäck?

Ein als Mobilitätshilfe benötigter Rollator wird üblicherweise zusätzlich zum normalen Freigepäck befördert.

Muss ich meinen Rollator vor dem Flug anmelden?

Eine frühzeitige Anmeldung ist sehr empfehlenswert. Für entsprechende EU-Hilfeleistungen sollte der Unterstützungsbedarf idealerweise mindestens 48 Stunden vor Abflug mitgeteilt werden.

Muss ich für einen Rollator ein ärztliches Attest mitbringen?

Für die normale kostenlose Hilfeleistung wegen eingeschränkter Mobilität darf innerhalb der EU grundsätzlich kein ärztliches Attest verlangt werden. In besonderen Fällen kann die Airline jedoch zusätzliche Informationen benötigen.

Kann ich meinen Rollator bis zum Gate benutzen?

Das ist an vielen Flughäfen möglich. Der genaue Übergabeort hängt jedoch von Airline, Flughafen und Boardingverfahren ab.

Kann ich den Rollator bis zur Flugzeugtür benutzen?

Teilweise ja. Ob dies möglich ist, sollte am Check-in beziehungsweise bei der Airline geklärt werden.

Darf ein Rollator in die Flugzeugkabine?

Ein kleiner faltbarer Rollator kann abhängig von Platz, Abmessungen und Airline eventuell in der Kabine verstaut werden. In der Praxis werden größere Rollatoren meistens im Frachtraum transportiert.

Wird der Rollator als Handgepäck gezählt?

Als medizinisch erforderliche Mobilitätshilfe sollte er nicht einfach als normales Handgepäck behandelt werden. Ob er tatsächlich in der Kabine verstaut werden kann, ist eine separate Frage.

Wird der Rollator kostenlos im Frachtraum transportiert?

Bei vielen Airlines ja. Lufthansa, Condor und easyJet nennen beispielsweise die kostenlose Beförderung von bis zu zwei Mobilitätshilfen.

Muss der Rollator zusammengeklappt werden?

Wenn das Modell faltbar ist, wird es für den Transport normalerweise zusammengeklappt. Dadurch benötigt es weniger Platz und kann sicherer verladen werden.

Sollte ich die Rollatortasche abnehmen?

Wenn sie einfach abnehmbar ist, ist das empfehlenswert. Lose Teile können beim Transport leichter verloren gehen oder beschädigt werden.

Wo bekomme ich den Rollator nach der Landung zurück?

Je nach Flughafen direkt am Flugzeug, an einer speziellen Ausgabestelle oder an der Sperrgepäckausgabe.

Was passiert, wenn der Rollator beschädigt wird?

Der Schaden sollte unmittelbar am Flughafen gemeldet und dokumentiert werden. Fotos vom Zustand vor dem Flug können dabei hilfreich sein.

Kann ich Rollator und Rollstuhl gleichzeitig mitnehmen?

Nach den europäischen Regeln können bis zu zwei Mobilitätshilfen kostenlos befördert werden. Rollator und Rollstuhl können daher grundsätzlich eine mögliche Kombination sein.

Darf ein elektrischer Rollator mit ins Flugzeug?

Grundsätzlich kann auch eine elektrische Mobilitätshilfe transportiert werden. Wegen der Batterie gelten jedoch zusätzliche Sicherheits- und Gefahrgutbestimmungen, weshalb das Gerät unbedingt vorab bei der Airline angemeldet werden sollte.

Wie viel Wattstunden darf der Akku haben?

Das hängt unter anderem davon ab, ob die Batterie fest eingebaut oder entnehmbar ist und welche Airline-Regeln gelten. Bei bestimmten entnehmbaren Lithiumbatterien können beispielsweise Grenzen von 300 Wh beziehungsweise zweimal 160 Wh relevant sein. Die konkrete Mobilitätshilfe sollte vor dem Flug von der Airline geprüft werden.

Muss ich Flughafenhilfe nehmen, wenn ich einen Rollator habe?

Nein. Wer den Flughafen selbstständig bewältigen kann, muss keine zusätzliche Assistenz nutzen. Wer lange Wege, Treppen oder das Boarding nicht sicher bewältigen kann, kann jedoch kostenlose Unterstützung anmelden.

Fazit: Rollator im Flugzeug mitnehmen ist normalerweise unkompliziert

Einen Rollator im Flugzeug mitzunehmen ist in den meisten Fällen wesentlich unkomplizierter, als viele Reisende zunächst erwarten. Ein normaler manueller Rollator gilt als Mobilitätshilfe und wird bei zahlreichen Airlines kostenlos zusätzlich zum üblichen Freigepäck transportiert.

Innerhalb der EU können Personen mit eingeschränkter Mobilität grundsätzlich bis zu zwei Mobilitätshilfen kostenlos mitnehmen. Eine Anmeldung mindestens 48 Stunden vor Abflug ist empfehlenswert, damit Airline und Flughafen den Transport und eventuell benötigte Unterstützung vorbereiten können.

Bei einem normalen faltbaren Rollator sollte vor allem geklärt werden, wie lange er am Flughafen benutzt werden kann und wo er am Ziel wieder ausgegeben wird. Lose Zubehörteile sollten entfernt, Wertsachen aus der Tasche genommen und der Rollator mit Kontaktdaten gekennzeichnet werden.

Komplexer wird es bei elektrischen Rollatoren. Hier müssen Batterietyp, Wattstunden und Sicherheitsvorgaben vorab geprüft werden. Das Gerät sollte deshalb frühzeitig bei der Fluggesellschaft angemeldet werden.

Wer diese Punkte berücksichtigt, kann seinen Rollator auf einer Flugreise normalerweise ohne zusätzliche Gepäckkosten mitnehmen und bei Bedarf zusätzlich kostenlose Flughafenassistenz nutzen.

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Du möchtest einen Flug buchen und benötigst einen Rollator, Rollstuhl oder andere Mobilitätshilfe auf deiner Reise? Über unsere unverbindliche Buchungsanfrage kannst du uns Strecke, Reisedaten und deinen Unterstützungsbedarf mitteilen. So können bereits bei der Flugplanung passende Verbindungen und besondere Anforderungen berücksichtigt werden.